Zahnzusatzversicherungen & Behandlungskosten
Ab Januar 2012 steigen die Honorare für Zahnärzte – Zahnzusatzversicherungen senken Behandlungskosten
Seit 23 Jahren hat die Bundesregierung die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) unverändert gelassen. Dem Druck die GOZ zu ändern ist nun das Bundeskabinett nachgekommen und hat am 21. September eine Änderung beschlossen. Wenn der Bundesrat im November die Gesetzesnovelle verabschiedet, tritt die Neuordnung der Gebühren am 1.1.2012 in Kraft. Vertreter der der privaten und gesetzlichen Krankenkassen gehen davon aus, dass durch die Gebührenänderung die Kosten enorm ansteigen werden. In der Praxis bedeutet das, dass ein Zahnarztbesuch in den meisten Fällen teurer wird. Auch auf Versicherte die eine Zahnzusatzversicherung besitzen, könnten Beitragssteigerungen zukommen.
Bei Zahnbehandlungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen in vielen Fällen nur mehr befundbezogene Festzuschüsse. D.h., alles, was nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten ist bzw. über die Regelversorgung hinausgeht, wird auf Basis der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet. Zahnersatzleistungen werden laut AOK, für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen zu fast 60 Prozent über die GOZ abgerechnet. Praktisch bedeutet das, dass wer keine Amalgam-, Komposit-, oder Zementfüllung bei einem Backenzahn, sondern eine hochqualitative Kunststofffüllung möchte, muss einen hohen Eigenanteil leisten. Ist beispielsweise ein Zahn so stark beschädigt ist, sodass eine Füllung nicht mehr möglich ist, dann muss in der Regel eine Krone eingesetzt werden. Die Kosten für eine Metallkrone betragen etwa 250 Euro und der Festzuschuss nur 120 Euro. Den Differenzbetrag muss nun der gesetzlich Versicherte selbst bezahlen. Die Kosten können jedoch entweder durch ein sauber geführtes Bonusheft oder eine Zahnzusatzversicherung gesenkt werden. Beim Bonusheft erhöht sich der Festzuschuss von 50 auf 70 bzw. 80 Prozent. 30 Prozent Bonus erhält jedoch nur derjenige, der über zehn Jahre hinweg regelmäßig beim Zahnarzt war. Wer jedoch über eine Zahnzusatzversicherung verfügt die eine 100%-Kostenübernahme für eine solche Behandlung enthält, der muss nichts selbst bezahlen.
Kosten für Zahnbehandlungen steigen für Kassen- und Privatpatienten
Sollte der Bundesrat im November die Gesetzesnovelle unverändert verabschieden, müssen sich sowohl privat-, als auch gesetzlich Versicherte auf steigende Zahnarztkosten einstellen. Denn laut dem Verband der privaten Krankenversicherung werden die Ausgaben für Zahnbehandlungen durch die neue Gebührenordnung um 14-20 Prozent zunehmen. Für Privatversicherte bedeutet das aller Voraussicht nach steigende Krankenkassenbeiträge. Einige private Krankenkassen übernehmen die Kosten für Zahnbehandlungen gar nicht oder nur teilweise. Daher ist in manchen Fällen eine Zahnzusatzversicherung nicht nur für Mitglieder der gesetzlichen, sondern auch für Mitglieder der privaten Krankenversicherung lohnenswert, selbst wenn die neue Gebührenordnung die Höhe der Versicherungsbeiträge für Zahnzusatzversicherung beeinflussen wird. Inzwischen hat der Wettbewerb in diesem Bereich der privaten Krankenzusatzversicherung stark zugenommen, sodass eine Zusatzversicherung bereits für einen geringen monatlichen Beitrag zu haben ist und im Vergleich zu den steigenden Behandlungskosten preiswert ist.
Günstige Zahnzusatzversicherung durch Versicherungsvergleich
Wer mehr als die Standardversorgung möchte, sei es aus ästhetischen oder gesundheitlichen Gründen, der muss tief in die Tasche greifen. Wenn ein Patient beispielsweise eine Krone mit Keramikverblendung möchte, kostet die Zahnbehandlung nicht 250, sondern 500 Euro. Weil der Festzuschuss der Kasse (120 Euro für die Metallkrone) konstant bleibt, muss der Versicherte, der über kein Bonusheft verfügt, sogar einen Eigenanteil von 380 und nicht 130 Euro erbringen. Und eben weil eine solche Behandlung über die Regelversorgung hinausgeht, müssen die Patienten im nächsten Jahr mit noch höheren Eigenanteilskosten rechnen, weil das Zahnarzthonorar für solche Mehrbehandlungen um sechs Prozent ansteigt. Noch teurer wird es, bei einer aufwendigen Wurzelbehandlung oder wenn man eine spezielle Brücke, ein schönes Implantat oder ein hochwertiges Inlay möchte. Zahnzusatzversicherungen gibt es in den verschiedensten Varianten und bereits ab etwa vier Euro Monatsbeitrag erhältlich. Welche Leistungen eine solche private Krankenzusatzversicherung nun wirklich übernimmt, kann der Kunde frei bestimmen. Es gibt Zahnzusatzversicherung die übernehmen bis zu 100% der Zuzahlungskosten und sogar kieferorthopädische Behandlungen (z.B. Zahnspangen), die die gesetzlichen Kassen in der Regel nicht bezuschussen. Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter von Zahnzusatzversicherungen, hilft den Versicherten den Durchblick zu behalten und eine passende und günstige Zusatzversicherung zu finden.
8. November 2011 – 17:32
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